ShareIT ImageIn den vergangenen Jahren wurden in den EU-Staaten zahlreiche wissenschaftlich fundierte Qualifikationen, Trainings und Weiterbildungsmodule für den Bereich Alphabetisierung und Basisbildung entwickelt und getestet. Inspire, SVEB und Glasgow Clyde College waren aktiv an der Entwicklung, Planung und Implementierung der Trainings beteiligt. Eine wesentliche Grundvoraussetzung für qualitativ hochwertige Prozesse und Ergebnisse bilden gegenseitiger Support, Austausch und Feedback unter FachexpertInnen im sozialen, pädagogischen oder beratenden Bereich. Fachliches Know-how lässt sich in formalen Qualifikationsmaßnahmen erlernen, Erfahrungen und Kompetenzen werden hingegen hauptsächlich im Rahmen der jeweiligen Tätigkeit erworben. Methoden der informellen, kollegialen Professionalisierung sind zwar gängig in vielen Bereichen der Erwachsenenbildungen, von Basisbildungsanbietern wurden diese aber bisher noch nicht ausreichend eingesetzt.

 

Um erfolgreich Methoden der informellen Professionalisierung im Basisbildungsbereich in Europa zu integrieren bedarf es innovativer Maßnahmen:

 

  • Einbeziehung von TrainerInnen und Stakeholdern in die Erstellung der Bedarfsanalyse und Erhebung von Good-Practice Beispielen im Rahmen von Fokusgruppen.
  • Einbeziehung von TrainerInnen und Stakeholdern als Co-EntwicklerInnen um die Adäquanz der Produkte für die EndnutzerInnen sicherzustellen.
  • Entwicklung einer virtuellen Netzwerkplattform für TrainerInnen sowie Heranführen von BasisbildungstrainerInnen an Social Media und Web 2.0 mit dem Ziel einen erfolgreichen und kostensparenden Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.
  • Adaption bestehender Formalqualifikationen für BasisbildungstrainerInnen sowie Bedarfsweckung mit Hilfe informaler Methoden, in deren Rahmen TrainerInnen Weiterbildungsmöglichkeiten für den erfolgreichen Umgang mit Lernbedürfnissen entdecken können.
  • Gleichwertigkeit bei der Berücksichtigung von Bedürfnissen der Lernenden, TrainerInnen und EntwicklerInnen von Formalqualifikationen einerseits sowie des Qualitätsstandards der Basisbildungsprogramme andererseits.
  • Umsetzung von wertvollem Know-how über die Bereitstellung von Basisbildungsprogrammen aus Sicht der TrainerInnen
  • Unterstützung jener, die zu Weiterbildungszwecken ins Ausland gehen.
  • Hilfe bei der Entwicklung von VLE in Partnerländern wie UK und Polen. Diese neuen Methoden unterstützen durch Innovation. Im vorherrschenden ökonomischen Klima ist die Partnerschaft sehr an effizienteren Anwendungstechniken interessiert.

 

Die Partner von ShareIT wollen:

 

  1. effektive Methoden zum professionellen Erfahrungsaustausch und informellen Lernen in Form von Peer-Beratung, Peer-Group Supervision, Job Shadowing, Feedbacktechniken und dergleichen sammeln, testen und evaluieren sowie diese Methoden in den Basisbildungsbereich übernehmen.
  2. transnationalen Erfahrungsaustausch für BasisbildungstrainerInnen und pädagogischem Personal unter Anwendung von innovativen Ansätzen und Tools initiieren und durchführen.
  3. die Anwendung von formal erworbenem didaktischem und methodischem Know-how in der Praxis fördern.
  4. die praktischen Fähigkeiten von BasisbildungstrainerInnen im Umgang mit Social Media und Web 2.0 für einen effektiven virtuellen Austausch verbessern.
  5. die entwickelten und getesteten Produkte weiter verbreiten und ausschöpfen, um für andere europäische Länder, Organisationen und TrainerInnen einen Anreiz zu schaffen, dieses Netzwerk und professionellen Austausch zu nutzen.

 

Wir definieren den Erfolg für die gesamte Projektlaufzeit auch dahingehend, dass sich die Qualität der Programme/Kurse erhöht, weil sich Anbieter bewusst werden, dass sie durch ein qualitativ höheres Angebot auch einen Anstieg von KursteilnehmerInnen verzeichnen können. Des weiteren erhoffen wir uns eine Erhöhung des Bewusstseins und der Kompetenzen betreffend der eigenen persönlichen Entwicklung bei Lernenden und Lehrenden. Verbesserte Qualitätstechniken und Methoden sollen zur Steigerung der Fähigkeit zur sozialen Integration bei Lernenden und Lehrenden führen; aktive europäische Bürgerschaft wird gestärkt, Lernende sowie Lehrende werden zu mehr Mobilität ermuntert, ihre Fremdsprachennutzung erweitert, Kommunikationsfähigkeit sowie soziale und zivilgesellschaftliche Kompetenzen erhöht.



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